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ETFs

Exchange Traded Funds (ETFs) sind eine Art offener Investmentfonds, die an einer Börse notiert und gehandelt werden. In London werden ETFs beispielsweise an der London Stock Exchange (LSE) gehandelt, die eine spezielle Teilmenge der Börse für ETFs eingerichtet hat. ETFs stellen eine natürliche Entwicklung von Investmentfonds dar, indem sie die Vorteile traditioneller Fonds mit der Leichtigkeit und Effizienz des Haltens und Handels von Aktien kombinieren, wodurch diese Fahrzeuge liquider und einfacher zu handeln sind als der traditionelle offene Fonds. Diese Liquidität wird von Market Makern bereitgestellt, um den ETF an jedem Handelstag zu handeln (zu kaufen und zu verkaufen).

 

ETFs verfolgen normalerweise die Wertentwicklung eines Index und handeln sehr nahe an ihrem Nettoinventarwert. Einige ETFs sind je nach dem Index, den sie verfolgen, liquider oder leichter handelbar als andere. Einige ihrer Unterscheidungsmerkmale umfassen:

 

  • Sie erfassen die Performance einer Vielzahl von Renten- und Aktienindizes sowie einer Reihe von sektor- und themenspezifischen Indizes und Branchenkörben. Einige verfolgen auch aktiv verwaltete Indizes.

  •  Die Einzelheiten der Bestände des Fonds sind transparent, sodass der Nettoinventarwert leicht berechnet werden kann.

  •  Sie verfügen über kontinuierliche Echtzeitpreise, sodass Anleger jederzeit handeln können.

  •  Abhängig vom Markt, Index oder Sektor, der verfolgt wird, weisen sie im Allgemeinen niedrige Bid-Offer-Spreads auf, z. B. nur 0,1% oder 0,2% für beispielsweise einen ETF, der den FTSE 100 verfolgt.

  •  Sie haben niedrige Kostenquoten und es werden keine Anfangs- oder Rücknahmegebühren erhoben. Stattdessen zahlt der Investor seinem Börsenmakler normale Handelsprovisionen. Eine jährliche Verwaltungsgebühr wird vom Fonds abgezogen, in der Regel 0,5% oder weniger.

  •  Im Gegensatz zu anderen Aktien gibt es in Großbritannien keine Stempelsteuer auf Einkäufe.

  •  ETFs können von Privatanlegern und institutionellen Anlegern für eine Vielzahl von Anlagestrategien eingesetzt werden, einschließlich des Aufbaus von Kernsatellitenportfolios, der Asset Allocation und der Absicherung.

  •  In Europa sind sie normalerweise als UCITS III-konforme Fonds strukturiert.

 

ETFs bilden normalerweise Aktien- oder Rentenmarktindizes ab. Um ihre Anlageziele zu erreichen, können ETF-Anbieter entweder physische oder synthetische Replikationen verwenden. Die Risiken der letzteren waren Gegenstand einer intensiven behördlichen Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt.

ETF Replikations-Methoden:

Vollständige Nachbildung (Physisch)

Die vollständige Nachbildung ist ein Ansatz, bei dem der Fonds versucht, den Index zu spiegeln, indem er Anteile in genau den gleichen Anteilen wie im Index selbst hält. Diese Art der Nachbildung stößt bei sehr breit gestreuten Indizes, wie zum Beispiel dem MSCI World mit über 1.600 Titeln, an ihre Grenzen. Solche Indizes bilden die ETF-Anbieter durch das sogenannte „Sampling” nach.

Sampling

Beim Sampling werden Anlagen ausgewählt, die für den Index repräsentativ sind. Insgesamt wird erwartet, dass der „Tracking Error“ oder die Abweichung vom Index relativ gering ist. Der erforderliche Handelsumfang für Anteile sollte jedoch geringer sein als für die vollständige Replikation, da der Fonds nicht jeden einzelnen Bestandteil eines Index nachbilden muss. Dies sollte die Transaktionskosten senken und daher dazu beitragen, dass solche Kosten die Gesamtleistung nicht beeinträchtigen.

Synthetische Nachbildung

Die Alternative ist die synthetische Nachbildung. Dies beinhaltet, dass die ETF-Anbieter eine Swap-Vereinbarung mit einzelnen oder mehreren Gegenparteien abschließen. Der Anbieter verpflichtet sich, die Rückgabe eines vordefinierten Wertpapierkorbs an den Swap-Anbieter im Austausch für die Indexrendite zu zahlen.

Die synthetische Nachbildung reduziert im Allgemeinen Kosten und Tracking Error, erhöht jedoch das Kontrahentenrisiko. Die meisten Anbieter legen die Zusammensetzung der täglich genommenen Sicherheiten auf ihren Websites offen.

Was ist nun besser?

Zusammenfassend ist der Hauptvorteil der physischen Replikation ihre Einfachheit. Dies ist jedoch mit Kosten verbunden, die zu einem größeren Tracking Error und einer höheren Gesamtkostenquote (TER) führen. Der Hauptvorteil der synthetischen Replikation besteht tendenziell in einem geringeren Tracking Error und geringeren Kosten, jedoch mit dem Nachteil des Kontrahentenrisikos.

 

Bei der Anlage in einen ETF ist es wichtig, den Tracking Error zu verstehen, wenn ein zugrunde liegender Index oder Sektor verfolgt wird. Ein High-Tracking-Fonds bezieht sich jedoch nur auf die Höhe der Abweichung vom Tracking-Index und sollte daher von einer höheren Performance als der Basiswert begleitet sein.

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